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Interview mit Benjamin Böhm, Global Industry Manager Process

Benjamin Böhm

Seit dem 01. April 2010 ist Benjamin Böhm im Team „Process“ des Market-Managements zuständig für die Anforderungen und Bedürfnisse unserer Kunden aus dem Umfeld der Prozess- und Verfahrenstechnik. Zuvor war er über sieben Jahre innerhalb eines internationalen Projektteams in Hamburg zuständig für die Instrumentierung und Automatisierung von prozesstechnischen Anlagen, die unter anderem in Kasachstan und Libyen betrieben wurden. Weil er hier schon früh Know-how in den Themen Explosionsschutz, Anlagensicherheit und -verfügbarkeit aufbauen konnte, steht er heute Kunden wie Kollegen in diesem speziellen Bereich mit Rat und Tat zur Seite.

Auf was legen die Kunden in der Prozesstechnik besonders Wert?
Zuerst einmal gibt es DEN Kunden in der Prozess- und Verfahrenstechnik gar nicht. Denn dieser Industriezweig stellt ein extrem breites Feld dar. Unsere Kunden sind in unterschiedlichsten Bereichen tätig: Sie stellen Nahrungs- und Genussmittel her, unterhalten Abwasserbetriebe oder produzieren Chemikalien oder Pharmazeutika. Wir arbeiten sowohl mit kleinen und mittelständischen Betrieben zusammen als auch mit großen Konzernen und nicht zu vergessen ist die besondere Sparte der Hersteller von Bohr-, Hilfs- und Nebenanlagen der Öl- und Gasindustrie.

So unterschiedlich die Branchen sind, so unterschiedlich sind die Anforderungen, die unsere Kunden an Automatisierungslösungen stellen. Allen gemeinsam ist aber das besondere Augenmerk auf die Verfügbarkeit und die Sicherheit einer Anlage. Aus gutem Grund: Ein chemischer Prozess kann im Gegensatz zu einem mechanischen Prozess nicht unterbrochen und zu einem späteren Zeitpunkt nahtlos fortgesetzt werden. Stillstände und Ausfallzeiten in der Produktion bedeuten immer den Verlust baren Geldes, beispielsweise dann, wenn tausende von Litern eines flüssigen Arzneimittels verklappt werden müssen, weil es nicht ausreichend schnell abgefüllt werden konnte. Die Produktion in der Prozessindustrie muss laufen – 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche; und das bei einem Maximum an Sicherheit für Mensch, Umwelt und Maschinen.

Was bedeutet das für unsere Produkte?
Unsere Produkte müssen unseren Kunden eine hohe Verfügbarkeit gewährleisten. Eine Lösung, mit der wir hier gut punkten können, ist unsere zuverlässige und wartungsfreie Verbindungstechnik – unsere gute „alte“ CAGE CLAMP®. Viele Anlagenausfälle oder Produktionsfehler in der Prozessindustrie resultieren aus sich lösenden elektrischen Verbindungen. Denn im Prozessumfeld herrschen oft raue Umgebungsbedingungen: hohe Temperaturen, ölige oder ätzende Flüssigkeiten, gepaart mit starken Vibrationen durch Pumpen, Kompressoren oder Schienen- und Schwerlastverkehr auf den Anlagen.

Ein Beispiel: Einer unserer Key-Kunde hat sich in der Vergangenheit wenig um die Spezifizierung von Reihenklemmen gekümmert. Frei nach dem Motto: „Eine Klemme ist halt eine Klemme.“ Nach einer genauen Untersuchung der Ausfallursachen bestimmter Produktionslinien fand man allerdings heraus, dass in den allermeisten Fällen, in denen technisches Versagen zum Ausfall einer Produktionsanlage führte, eine gelöste Schraubverbindung der Grund für das Problem war. Seitdem schreibt man sich selbst und seinen Zulieferern die Verwendung der WAGO-CAGE CLAMP®-Technologie per Spezifikation vor.

Einen weiteren Akzent können wir in der Prozessindustrie mit unserem breiten Portfolio der Serie 750/753 setzen. Besonders hervorheben möchte ich hier die Zulassungen unseres I/O-Systems für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen und die blauen, eigensicheren Module. Die geringen Abmessungen der Serie und die Kombination von eigensicheren und Standardmodulen in einem System, erlauben unseren Kunden ein Höchstmaß an Flexibilität in ihren Anwendungen – und das bereits seit 2003. Bei der Gewinnung von Rohstoffen, der Verteilung von Erdgas und Rohöl, der Reinigung von Abwässern oder aber der Gewinnung von Wasserstoff als Energieträger der Zukunft – überall sind unsere Lösungen rund um das Thema Explosionsschutz zu finden.

Wie bewerten Sie die zukünftigen Herausforderungen?
In Zukunft werden die Anforderungen, die unsere Kunden an uns und unsere Produkte stellen, steigen; und zwar im Bezug auf Fehlersicherheit, Verfügbarkeit und IT-Security. Hinzu kommt die Tatsache der schnelllebigen globalisierten Märkte. Unsere Kunden müssen in immer kürzer werdenden Intervallen auf Marktgegebenheiten reagieren – das schmälert ihre Time-to-Market. Um in diesem Umfeld für unsere Kunden attraktiv zu bleiben, müssen wir zukünftig noch enger mit Endkunden und Planern zusammenarbeiten, unseren Kunden unterstützend unter die Arme greifen, umgehend mit Produktfeatures auf Kundenanforderungen reagieren und mit innovativen Entwicklungen selbst Akzente setzen. Neben der ständigen Weiterentwicklung unserer Hard- und Software steht für mich außerdem ganz klar im Vordergrund, den Einsatz unserer Produkte für unsere Kunden so einfach wie möglich zu gestalten – und das in allen Facetten: von der Planung über den gesamten Lebenszyklus unserer Produkte. Mit einer auf langfristige Kundenbindung ausgelegte Strategie können wir von zusätzlichen Impulsen und Ideen unserer Kunden nur profitieren.

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