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Explosionsschutz – Maßnahmen | WAGO

Explosionsschutz – Maßnahmen

Wer fordert Explosionsschutz? Für wen gilt der Explosionsschutz? Was ist dabei zu beachten? Was ist ein konstruktiver Explosionsschutz? Hier bekommen Sie die Antworten auf die häufig gestellten Fragen.

Die Regelungen des Explosionsschutzes in Europa basiert auf den folgenden EG-Richtlinien:

Der Hersteller muss seine Betriebsmittel, von denen Zündgefahren (Zündquellen) ausgehen können und somit eine Explosion verursachen, gemäß 94/9/EG Anhang 1 in Gerätegruppen und Gerätekategorien einteilen. Für diese Betriebsmittel ist zudem eine Ex-Baumusterprüfung und Zertifizierung durch eine der benannten Prüfstellen durchzuführen. Erfüllt das Gerät die Anforderungen für die Baumusterprüfung, folgt mit der EG-Konformitätserklärung die Grundlage für das CE-Kennzeichen. Dem Gerät muss eine Bedienungsanleitung beiliegen, in welcher der bestimmungsgemäße Gebrauch des Geräts definiert ist.

Die ATEX-Betriebsrichtlinie 1999/92/EG beschreibt Mindestvorschriften zur Verbesserung des Gesundheitsschutzes sowie der Sicherheit der Arbeitnehmer. In Deutschland wird diese durch die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) umgesetzt. Die BetrSichV fordert eine Gefährdungsbeurteilung bezüglich der Brand- und Explosionsgefahren sowie Maßnahmen zum Schutz der dort Beschäftigten.

Risiken, die sich aufgrund explosiver Atmosphäre ergeben, sind vom Anlagenbetreiber zu bewerten und erforderliche Maßnahmen durchzuführen. Als Maßnahmen kommen Lösungen wie Zündschutzarten und Zoneneinteilung zum Tragen, die normativ vorgegeben sind, wie beispielsweise die ATEX-Richtlinien der Europäischen Union oder national Electrical Code (NEC) in den USA.

Soweit es der Stand der Technik zulässt, ist beim Festlegen der Schutzmaßnahmen folgende Reihenfolge zu beachten:

1. Vermeidung von explosionsfähiger Atmosphäre (primärer Explosionsschutz). Grundlage ist hier die Richtlinie 1999/92/EG.

2. Verhinderung der Zündung explosionsfähiger Atmosphäre (sekundärer Explosionsschutz).

Das Arbeitsschutzgesetzt (ArbSchG) und die Explosionsschutzverordnung (11. ProdSV) bilden dazu die Basis.

3. Beschränkung der Explosionsauswirkung (konstruktiver oder tertiärer Explosionsschutz). Hier ist die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) ausschlaggebend.

Hier geht es darum, die Entstehung explosiver Atmosphäre zu vermeiden, indem vorzugsweise ein nicht brennbarer Ersatz zu wählen ist oder Stoffe, die einen hohen Flammpunkt besitzen. Ist dies aus unterschiedlichen Gründen nicht machbar, rücken andere Maßnahmen in den Fokus. Zum einen die Inertisierung. Dabei nutzt man die Eigenschaft, dass sich eine explosive Atmosphäre erst in einem exakten Mischungsverhältnis eines brennbaren Stoffes mit Sauerstoff entsteht.

Hierbei wird durch Zugabe von Inertgas wie etwa Stickstoff oder Kohlendioxid der Luftsauerstoffanteil so weit verdrängt, dass das Dampf-Luft-Gemisch sich außerhalb der Explosionsgrenzen befindet. Zum anderen lässt sich über natürliche oder technische Lüftung die gefährliche Konzentration des Dampf-Luft-Gemischs auf ein ungefährliches Niveau senken. Eine Explosion kann dann nicht mehr entstehen. Oft ist allerdings der primäre Explosionsschutz alleine nicht umsetzbar und so führt der optimale Weg nur über eine Kombination mit dem sekundären und tertiären Explosionsschutz.

Diese Maßnahme zielt darauf ab, eine Zündung gefährlicher explosionsfähiger Atmosphären zu verhindern, wenn sich die Entstehung dieser nicht vermeiden lässt. Dazu müssen am Einsatzort Bereiche nach Häufigkeit und Dauer des Auftretens explosionsfähiger Atmosphäre in Gefahrenzonen eingeteilt werden. Diese definieren, ob Zündquellen in bestimmten Gefahrenzonen zulässig sind oder nicht. Hier finden Sie eine Übersicht der Zündquellen.

Nicht immer ist es möglich, das Auftreten einer gefährlichen Atmosphäre sicher zu verhindern und eine Zündung geeigneter Betriebsmittel auszuschließen. Dann sind zusätzliche Explosionsschutzmaßnahmen anzuwenden, um die Auswirkungen einer Explosion auf ein ungefährliches Maß zu reduzieren. Zu den Maßnahmen des konstruktiven Explosionsschutzes zählen neben der druckfesten oder druckstoßfesten Bauweise von Gehäusen auch Druckentlastungs- und Druckausgleichseinrichtungen. Auch eine Explosionsunterdrückung durch Löscheinrichtungen zählt dazu.

Anforderungen an Hersteller
ATEX 95 – RL 1994/9/EG
Anforderungen an Betreiber
ATEX 137 – RL 1999/92/EGC
Festlegung der bestimmungsgemäßen
Verwendung: Einsatzzweck, Temperaturklasse, Umgebungsbedingungen, Explosionsgruppe und -kategorie
Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung für Arbeitsmittel und überwachungsbedürftige Anlagen (gemäß ArbSchG, BImSchG, GefStoffV, BetrSichV, StörfallV & Technischen Regeln)
Geräte müssen den wesentlichen Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen entsprechen Aufstellung der Installations-,
Inbetriebnahme- und Wartungsanweisungen gemäß BetrSichV §§4,7/§12
Durchführung einer Risiko- und Zündquellenanalyse Festlegung von Zonen und
Auswahl der entsprechenden
Geräte (siehe bspw. BetrSichV- Anhang 3, DIN EN 60079-10 oder Beispielsammlung BGR 104)
Konformitätsbewertungsverfahren anwenden
ggf. Prüfung durch benannte Stelle
Einhaltung der Installations-,
Inbetriebnahme- und Wartungsanweisungen
CE-Kennzeichnung des Produkts
Konformitätserklärung
Erstellung eines Explosionsschutzdokumentes
Regelmäßige Aktualisierung Regelmäßige Aktualisierung

Hier geht es direkt zu unseren Ex-Produkten und zu weiteren Informationen zum Explosionsschutz:

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